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Notfallvorsorge

Was tun bei Stromausfall oder Blackout? Tipps und Lösungen

Deutschlands Stromversorgung gilt als eine der sichersten in Europa. Dennoch besteht auch hierzulande ein gewisses Risiko für Stromausfälle und Blackouts. Die Versorgung mit Strom und Wärme ist jedoch nicht nur für unser Wohlbefinden, sondern in vielen Fällen auch für unsere Gesundheit von großer Bedeutung. In Krisenzeiten sollten Sie sich deshalb mit alternativen Lösungen zur Stromversorgung auseinandersetzen.

Stromausfall und Blackout – von kurzer Stromunterbrechung bis zum Totalausfall

Ein Stromausfall ist eine kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung. Stromausfälle sind regional begrenzt und betreffen meist eine eher überschaubare Anzahl von Menschen. Die Ursache des Ausfalls wird in der Regel schnell lokalisiert. Im Falle eines Stromausfalls ist die Energieversorgung innerhalb weniger Minuten oder Stunden wieder gesichert. Da viele öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser, aber auch größere Betriebe häufig mit einem Notstromaggregat ausgestattet sind, bleiben kleinere Stromausfälle in manchen Fällen sogar unbemerkt.

Als Blackout wird hingegen ein Versorgungszusammenbruch bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen großflächigen Stromausfall, der eine große Anzahl von Menschen gleichzeitig betrifft. Im Falle eines Blackouts sind nicht nur Haushalte, sondern auch Unternehmen und öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen betroffen.

Wie entsteht ein Stromausfall oder ein Blackout?

Ein Stromausfall entsteht durch ein Ungleichgewicht im Stromnetz. Ins Stromnetz muss immer genauso viel neuer Strom gespeist werden, wie entnommen wird. Sobald mehr Strom entnommen wird als ankommt, führen Sicherheitsmechanismen im Normalfall zu einer Stabilisierung des Netzes. Bei sehr starken, unerwarteten Schwankungen kommt es jedoch zu einem Zusammenbruch. In der Folge fällt der Strom aus.

Stromausfälle können aus vielen verschiedenen Gründen entstehen. Wenn viele Haushalte zur gleichen Zeit beispielsweise Elektroheizungen und Heizlüfter verwenden, kann der punktuell hohe Stromverbrauch einen kurzzeitigen Stromausfall verursachen. Unter normalen Umständen stellen Unwetter, Unfälle und technische Defekte jedoch die größten Risikofaktoren für Stromausfälle dar. Insbesondere Stürme und starke Niederschläge können zu kurzzeitigen Unterbrechungen der Stromversorgung führen.

Blackouts entstehen meist in Folge sehr schlechter Wetterbedingungen. Stürme, Gewitter und starker Schneefall können Beschädigungen oder Zerstörungen der Stromleitungen und damit langanhaltende, flächendeckende Stromausfälle verursachen. Da ein Blackout in Notsituationen mehrere Tage andauern kann, ist in diesem Fall die private Vorsorge entscheidend.

Wie wahrscheinlich ist ein Stromausfall in Deutschland?

Im Jahr 2020 mussten deutsche Haushalte durchschnittlich nur etwas mehr als 10 Minuten ohne Strom auskommen. Vereinzelt kam es zu lokalen und regionalen Stromausfällen. Einen flächendeckenden Blackout in Deutschland gab es dagegen noch nicht. Laut Angaben der Bundesregierung gilt dieser auch heutzutage als unwahrscheinlich. Derzeit ist das Risiko für einen Stromausfall in Deutschland aufgrund der Energiewende und der Gasknappheit im Vergleich zu den Vorjahren jedoch erhöht.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat 2022 einen Test zur Sicherheit des Stromnetzes durchgeführt. Dieser ergab, dass es in einigen Regionen Europas mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Stromausfällen kommen wird. Es stellte sich heraus, dass es in kritischen Szenarien auch zu kurzzeitigen Ausfällen im deutschen Stromnetz kommen kann. Die Blackout-Wahrscheinlichkeit ist dennoch eher gering.

Wie kann ich prüfen, ob es sich um einen Stromausfall oder einen Blackout handelt?

Bei einem Stromausfall handelt es sich um eine kurzzeitige Unterbrechung der Stromversorgung, die im Normalfall innerhalb weniger Stunden behoben wird. Ein Stromausfall beschränkt sich auf ein kleineres Gebiet, beispielsweise eine Siedlung, einen Stadtteil oder eine Stadt. Ein Blackout betrifft dagegen größere Gebiete wie ganze Bundesländer oder sogar Länder und hält deutlich länger an.

Sobald ein Stromausfall länger als einige Stunden andauert und ein größeres Gebiet betrifft, können Sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich um einen Blackout handelt. Da Fernseher, Radio und andere Medien in diesem Fall nicht verfügbar sind, können Sie nur sehr eingeschränkt Informationen zur Situation einholen. Ein solarbetriebenes Kurbelradio bietet Ihnen die Möglichkeit, sich während des Blackouts über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden zu halten.

Was muss ich bei einem Blackout beachten?

Bei einem Stromausfall in der Nähe wird empfohlen, sich an die Vorgaben der Katastrophenhilfe und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz zu halten. Dort finden Sie Informationen zur Blackout-Vorbereitung. Sie erhalten Tipps zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen sowie Empfehlungen in Bezug auf Notapotheke und Notvorräte.

Sie sollten sich bewusst sein, dass ein Blackout in Deutschland zwangsläufig mit erheblichen Auswirkungen auf das private und öffentliche Leben verbunden ist. Im Falle eines längeren Stromausfalls kommt es zu einem schlagartigen Ausfall aller Geräte und Anlagen, die nicht batteriebetrieben oder an Notstromanlagen angeschlossen sind. Demnach kann es passieren, dass Züge und Straßenbahnen auf der Strecke stehen bleiben. Zudem kommt es zu erheblichen Einschränkungen der Einkaufsmöglichkeiten, da Kassen und Türen in vielen Fällen nicht mehr funktionieren. Auch die Geldversorgung über Bankautomaten ist nicht mehr möglich.

Da auch die Kommunikationsnetze abhängig von der Stromversorgung sind, fällt das Telefon-Festnetz innerhalb kurzer Zeit aus. Obwohl einige Mobilfunknetze notstromversorgt sind, kommt es bei außergewöhnlichen Ereignissen schnell zu Überlastungen der Netze. Das Telefonieren sollte im Falle eines Stromausfalls deshalb auf die wichtigsten Telefonate beschränkt werden. Eine Überlastung kann dazu führen, dass die Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste in Notfällen nicht erreicht werden können.

Wer nicht über eine Grundausstattung für einen Stromausfall verfügt, riskiert, in einer kalten und dunklen Wohnung zu sitzen. Zudem fallen alle elektronischen Geräte wie Fernseher und Kühlschränke aus. Auch medizinische Hilfsgeräte, die möglicherweise lebensnotwendig sein können, funktionieren ohne Strom nicht. Ohne angemessene Vorbereitung ist ein Blackout häufig nicht nur mit Unannehmlichkeiten, sondern auch mit großen Gefahren verbunden.

Welche Gefahren bestehen bei einem Stromausfall?

Ein Stromausfall in der Nähe kann mit erheblichen Gefahren verbunden sein, die auf den ersten Blick häufig nicht erkannt werden. Im Falle einer erhöhten Blackout-Wahrscheinlichkeit sollten Sie sich deshalb genau informieren und gut vorbereiten.

Während eines Stromausfalls werden in Haushalten zahlreiche gasbetriebene Licht- und Heizquellen verwendet. Auch auf Kerzen und andere Feuerquellen greifen Menschen vermehrt zurück. Durch unbeaufsichtigten Betrieb oder unsachgemäßen Umgang damit besteht ein erhöhtes Brandrisiko. Da auch strombetriebene Rauchmelder ausfallen, werden Brände in vielen Fällen weniger schnell erkannt und gemeldet.

Bei der Verwendung von gasbetriebenen Heizquellen sollten Sie großen Wert auf die genaue Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen legen. Bei der Verwendung von Feuerquellen in Innenräumen müssen Sie auf eine ausreichende Lüftung achten.

Welche Produkte helfen bei einem Stromausfall oder Blackout?

Ein Stromausfall führt nicht nur zu einem Funktionsausfall von Licht, Herd, Kühlschrank, Wärmepumpe und Heizlüfter, sondern auch von Mobilfunk und Internet. Bei einem Blackout kommt es zusätzlich zum Ausfall der Toilettenspülung und der gesamten Wasserversorgung. Wenn Sie eine gute Blackout-Vorbereitung treffen, können Sie auch länger anhaltende Stromausfälle ohne größere Schwierigkeiten überstehen.

Ihre Grundausstattung für einen Stromausfall sollte auf folgende Bereiche ausgerichtet sein:

  • Stromerzeugung und -speicherung
  • Heizen und Wärmeerzeugung
  • Kochen ohne Stromversorgung
  • Lichterzeugung
  • haltbare Notfallnahrung
  • sauberes Trinkwasser
  • Hygiene

Stromerzeugung und -speicherung

Ein Blackout führt zu einem schlagartigen Ausfall aller elektronischen Geräte. Dank selbstständiger Notversorgung können Sie Ihr Smartphone laden und im Notfall auf Telefon, Taschenlampe und andere Funktionen zugreifen. Die Notstromversorgung ist zudem bei der Nutzung von medizinischen Geräten von größter Bedeutung.

Mit Notstrom-Generatoren und Solar-Panels können Sie Ihren Strom eigenständig und unabhängig produzieren. Die erzeugte Energie lässt sich anschließend in einer Powerstation oder Powerbank speichern. So können Sie Ihre wichtigsten elektronischen Geräte nach Belieben nutzen.

Heizen und Wärmeerzeugung

Insbesondere während der Wintermonate ist ein Blackout mit unangenehmen Folgen verbunden. Bei Ausfall der Heizung können Sie eisigen Temperaturen in Ihrem Zuhause vorbeugen, indem Sie sich mit einer Notheizung ausstatten. Auf diese Weise lässt sich autark Wärme erzeugen und Sie können selbst lange Stromausfälle unbeschadet überstehen.

In Innenräumen sollte selbstverständlich auch im Falle eines Stromausfalls kein offenes Feuer gemacht werden. Die beste Heizquelle ist eine Notheizung oder ein Gasheizofen. Zusätzlich benötigen Sie einen ausreichenden Vorrat an Gaskartuschen oder Brennstoff. Bei der Verwendung der Heizung sollten Sie auf eine ausreichende Belüftung des Raums achten, um keine gesundheitlichen Risiken einzugehen. Besonders empfehlenswert ist es, die gasbetriebenen Öfen in Kombination mit einem CO2-Detektor einzusetzen.

Kochen ohne Stromversorgung

Wenn Backofen und Herd ihre Dienste versagen, sind Sie auf eine Alternative angewiesen, um Wasser und Lebensmittel aufzuwärmen und zuzubereiten. Gaskocher ermöglichen besonders einfaches und sicheres Kochen während eines Stromausfalls. Auch hier sollten Sie darauf achten, eine ausreichende Menge an Gaskartuschen vorrätig zu haben.

Im Falle eines Blackouts ist der Gaskocher sowohl bei der Zubereitung von Nahrung als auch zum Abkochen von Wasser hilfreich. Wenn kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht, können Sie Wasser durch Abkochen von Bakterien und Keimen befreien. Zudem lässt sich im Gaskocher Wasser zum Waschen erwärmen.

Lichterzeugung

Während eines Blackouts ist es wichtig, während der dunklen Abendstunden nicht im Dunkeln sitzen zu müssen. Geeignete Lichtquellen ermöglichen Ihnen, während der Krise zu kochen, zu essen, Ihre Aufgaben zu bewältigen und im Hellen mit Ihren Liebsten zusammenzusitzen.

Kerzen stellen die wichtigsten Hilfsmittel zur unkomplizierten Lichterzeugung für den Hausgebrauch dar. Gaslampen erhellen dank ihrer hohen Leuchtkraft selbst größere Räume. LED-Stirnlampen ermöglichen Ihnen, auch im Freien die Orientierung zu bewahren. Zusätzlich sollten Sie an einen ausreichenden Vorrat an Batterien, Gaskartuschen und Streichhölzern denken.

Haltbare Notfallnahrung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt, Essen und Trinken für mindestens 10 Tage vorrätig zu haben. Da im Falle eines langanhaltenden Stromausfalls Kühlschrank und Tiefkühltruhe ihre Dienste versagen, sollten Sie Lebensmittel wählen, die auch ohne Kühlung nicht verderben. Ihr Notvorrat sollte gut haltbar, ohne Zubereitung genießbar und gut verstaubar sein. Da eine ausgewogene und nahrhafte Ernährung im Falle eines Notstands von großer Bedeutung ist, empfehlen sich Produkte mit hohem Nährwert.

Falls Sie Lebensmittel oder Medikamente während eines Blackouts sicher kühlen wollen, können Sie auf eine Kühlbox zurückgreifen. Diese ermöglicht eine Kühlung bis zu 12 Tage – ganz ohne Strom oder andere Energiequellen.

Sauberes Trinkwasser

Neben ausreichenden Mengen an Nahrung ist Trinkwasser von größter Bedeutung. Ein erwachsener Mensch benötigt täglich etwa 2 Liter Wasser. Während eines Blackouts können Sie auf abgepacktes Trinkwasser zurückgreifen oder Leitungswasser einlagern. Da es während eines Stromausfalls zu einer verminderten Wasserqualität kommen kann, empfiehlt sich zudem die Verwendung eines Wasserfilters.

Hygiene

Auch während eines Notfalls ist es wichtig, auf die Körperhygiene zu achten. Wenn Toilettenspülung, Dusche und Waschbecken nicht mehr nutzbar sind, ermöglichen Hygiene-Produkte ein gutes Körpergefühl und damit mehr Wohlbefinden. Im Falle eines erhöhten Infektionsrisikos bieten diese Ihnen Sauberkeit und Schutz.

Sicher und unabhängig durch jede Krise

Ein Blackout ist mit unvorhersehbaren Komplikationen und Problemen für die gesamte Gesellschaft verbunden. Wenn die Stromversorgung für längere Zeit unterbrochen wird, kommt es zwangsläufig zu einem Zusammenbruch der gesamten Infrastruktur. Wenn Sie jedoch gute Vorbereitungen treffen und über eine Grundausstattung für Stromausfälle verfügen, können Sie einen Blackout unbeschadet und problemlos überstehen.

Eine autarke Stromerzeugung, eine Gasheizung, Notfallnahrung und weiteres Equipment bieten Ihnen Unabhängigkeit und Sicherheit. Mit einer guten Notausstattung können Sie sich und Ihre Familie auch in Notzeiten versorgen und müssen keine Gefahren befürchten. Sorgen Sie vor, um für jede Situation gewappnet zu sein!